Was sich in Wiens Freibädern ändert

Ausgabe #56

Die Wiener Freibäder starten unter Sparvorgaben in die Saison. Was sich bei Preisen, Öffnungszeiten und Monatskarten ändert – und welche neuen Regeln auf Wiens Straßen gelten.

Darum geht es in dieser Ausgabe

  • Saisonstart und Sparmaßnahmen bei den Wiener Bädern
  • Neue Eintrittspreise und das Comeback der Monatskarte
  • Der Wiener Reparaturbon
  • Neue Regeln für E-Scooter, E-Bikes und E-Mopeds

Und? Hast du schon einen Tanzschein? Ich kann mir den TikTok-Tanz zum COSMÒ-Song immernoch nicht merken, aber er scheint der Internetwelt Freude zu bereiten. Ein Hoch darauf.

Worauf sich ganz Wien im Mai aber vielleicht ein bisschen mehr freut, wollen wir heute besprechen.

Außerdem möchte ich eine kurze Zwischenbilanz unserer letzten Verkehrsumfrage teilen. Also. Echt. Der Unmut unter den Teams Fahrrad und Auto, Fußgänger*innen und Fahrrad oder Auto ist durchaus intensiv. Gefühlt kämpfen hier alle gegen alle.

Aber weißt du, was am Ende doch interessant ist? Egal, ob wir mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder mit den Öffis unterwegs sind, eines eint uns alle: Das Zufußgehen. Hier sind wir wieder vereint in unserer Aufregung über zu kurze Ampelschaltungen und rasende Vehikel jeglicher Art. Wie schön.

Wir bleiben an dem Thema trotzdem dran und beobachten die Entwicklungen der einzelnen Verkehrsteams. Nennen wir sie so. Es wird nämlich im Laufe des Jahres zahlreiche Baustellen geben, um die Verkehrssituation zu verbessern. Für wen diese aber spürbar besser wird, müssen wir noch herausfinden. Die E-Bike- und E-Moped-Fahrer*innen müssen ab 1. Mai mit einigen Veränderungen rechnen. Dazu mehr weiter unten.

Kommen wir zum Thema der Woche

Der Eurovision Song Contest bringt einiges an Wirbel in die Stadt, aber worauf sich viele nach den langen, kalten Monaten freuen, ist der Saisonstart der Wiener Freibäder.

Wiener Freibad vor dem Saisonstart

 

„Besonders wichtig ist mir der Erhalt der Leistbarkeit unserer Bäder. Deshalb gibt es auch künftig von meiner Seite ein klares Nein zu Privatisierungen, denn nur Bäder in öffentlicher Hand sind leistbare Bäder.“, betont Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky.

Während für den Contest Beträge in zweistelliger Millionenhöhe ausgegeben werden, mussten die Wiener Bäder 2,3 Millionen Euro einsparen.

Wohlbemerkt: Die erwarteten Erlöse aus dem Eurovision Song Contest machen den Aufwand plausibel. Doch auch der Aufwand, den das Team der Wiener Bäder betrieben hat, um Sparpläne einzuhalten und den Badespaß trotzdem fast wie gewohnt zu ermöglichen, ist nicht ohne.

Die Umsetzung scheint für die meisten gut gelungen. Eine Gruppe von Personen gibt es jedoch, die im Sommer ihre Gewohnheiten deutlich anpassen muss.

Die durch die Einsparungen bedingten Änderungen seien vertretbar, heißt es im Presseservice der Rathauskorrespondenz.:

Schauen wir mal.

Die Tagesticketpreise werden um 20 bis 50 Cent erhöht. Der Preis für die 6-Monatskarte steigt um insgesamt 10,50 Euro – also weniger als zwei Euro pro Monat.

Große Freude herrscht über das fünf Jahre lang ersehnte Comeback der Monatskarte. Hier lohnt sich der Kauf bereits ab dem siebten Besuch in einem der Bäder.

Die Öffnungszeiten der elf Familienbäder werden vor den Sommerferien gekürzt. Dort können Personen, die Kleinkinder betreuen, erst ab 13 Uhr baden gehen – statt wie bisher ab 10 Uhr.

Wer ein Kleinkind an einem 28-Grad-Vormittag im Mai abkühlen möchte, muss sich etwas anderes einfallen lassen.

Die wichtigsten Informationen zu geschlossenen und geöffneten Bädern sowie Saunabereichen und geänderten Öffnungszeiten der Ticketschalter haben wir hier zusammengefasst.


Wusstest du, dass der Reparaturbon seit 22. April wieder zum Download verfügbar ist?

55.859 Gegenstände wurden bisher mit der Förderung repariert – und damit, optimistisch betrachtet, ebenso viele nicht weggeworfen oder neu gekauft. Auch wenn die Zahl in der Praxis geringer ausfällt: Für die Umwelt ist es eine feine Sache.

Das bringt dir der Reparaturbon:

  • bis zu 50 % der Reparaturkosten ersetzt (max. 100 €)

  • oder bis zu 55 € für einen Kostenvoranschlag, falls du nicht reparieren lässt

Neue Spielregeln auf Wiens Straßen

Ab 1. Mai wird es auf Wiens Radwegen ein bisschen ernster.

E-Scooter sind längst kein Spielzeug mehr. Wer mit ihnen unterwegs ist, wird künftig als Verkehrsteilnehmende*r entsprechend behandelt. Für unter 16-Jährige gilt Helmpflicht, und auch die 0,5-Promille-Grenze wird eingeführt.

E-Bikes werden ähnlich geregelt: Hier gilt eine Helmpflicht bis zum 14. Lebensjahr.

Und dann sind da noch die E-Mopeds. Sie müssen ab Oktober mit größeren Veränderungen rechnen. Die Grauzone zwischen Radweg und Straße verschwindet. Künftig gilt: Straße statt Radweg, dazu kommen Kennzeichen, Führerschein und Helmpflicht.

Was das für die rund 2.000 Essenslieferant*innen bedeutet, werden wir weiterverfolgen.

Quellen und weiterführende Informationen